Zur Hauptnavigation

Zum Inhalt

Zur Bereichsnavigation

Porzellansammlung

Affen und Löwen, ein Adler und ein Pfau, sogar ein »Bologneser Hündchen« haben sich eingefunden: Der Saal mit Meissener Porzellantieren ist eine Attraktion in der Porzellansammlung. Die Dresdner Sammlung ist die qualitätsvollste und zugleich umfangreichste keramische Spezialsammlung der Welt, nicht zuletzt wegen ihrer herausragenden Bestände frühen Meissener Porzellans sowie ostasiatischer Porzellane des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. August der Starke (1670-1733) war süchtig nach Porzellan. Seiner "maladie de porcelaine", wie er selbst seine Sucht nach dem "weißen Gold" bezeichnete, verdankt Dresden diese einzigartige Sammlung. In der herrlichen Innenarchitektur des Zwingers, immer mit Blick auf die barocke Kulisse des Zwingerhofes, werden heute die schönsten der 20.000 erhaltenen Stücke präsentiert. Der Bogen der ausgestellten Porzellane spannt sich von Zeugnissen der chinesischen Ming-Periode über die reichen Bestände aus der Regierungszeit des Kaisers Kangxi (1662–1722) bis hin zu japanischen Imari- und Kakiemon-Porzellanen des frühen 17. und 18. Jahrhunderts. Auch die Entwicklung des Meissener Porzellans von der Erfindung im Jahre 1708 bis zum späten 18. Jahrhundert lässt sich in Werken höchster Kunstfertigkeit ablesen.

  • Porzellansammlung in Dresden, 2010 neu gestaltet von Peter Marino, Foto: Jürgen Lösel
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Porzellansammlung in Dresden, 2010 neu gestaltet von Peter Marino, Foto: Jürgen Lösel
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Porzellansammlung in Dresden, 2010 neu gestaltet von Peter Marino, Foto: Jürgen Lösel
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Porzellansammlung in Dresden, 2010 neu gestaltet von Peter Marino, Foto: Jürgen Lösel
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Porzellansammlung in Dresden, 2010 neu gestaltet von Peter Marino, Foto: Jürgen Lösel
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Porzellansammlung in Dresden, 2010 neu gestaltet von Peter Marino, Foto: Jürgen Lösel
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.

In den letzten Jahren schuf der international renommierte New Yorker Architekt Peter Marino die Entwürfe für die Innenausstattung für die beiden Bogengalerien und des Tiersaals - teils nach der eigenen Fantasie, teils das historische Konzept des Japanischen Palais von dem Architekten Zacharias Longuelune aus dem Jahre 1735 neu interpretierend. So erwartet die Besucher beispielsweise ein opulentes Wandarrangement in der Langgalerie mit türkisfarbenem Porzellan vor purpurvioletter Wand. Dieses Ensemble war in größerer Form bereits für das Porzellanschloss – das Japanische Palais - vorgesehen. Im Tiersaal sind die Wände mit Ledertapeten nach Vorbildern des frühen 18. Jahrhunderts gestaltet. Und in der Mitte des Saales stehen zwei chinesisch anmutende Baldachine, zwischen ihnen ein gitterförmiger fünf Meter hoher Pavillon im chinesischen Stil, gedeckt von einem Pagodendach mit Porzellanglocken. Auf vergoldeten Wandkonsolen sitzen Vogelplastiken des Meissener Modelleurs Kaendler - ebenfalls des 18. Jahrhunderts.

Video: Wiedereröffnung der Porzellansammlung