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Technik erklärt

Im Innern der Uhr

Die Taschenuhrsammlung des Mathematisch-Physikalischen Salons wurde während der Luftangriffe auf Dresden 1945 stark beschädigt. Zu den in Mitleidenschaft gezogenen Uhren gehört auch die Taschenuhr No. 1440 von A. Lange. Wie die Inschrift auf der gut erhaltenen Cuvette zeigt, stammt sie aus dem Besitz König Johanns von Sachsen. Dieser hatte sie bei seinem Tod 1873 dem Generalleutnant von Prenzel vermacht. Die Computertomographie erlaubt erstmals einen Einblick in das Werk, da sich die Uhr aufgrund der Schäden nicht mehr öffnen lässt.


Präzision aus Sachsen

Die Präzisionsuhrmacherei entwickelte sich im Verlauf des 18. Jahrhunderts besonders in England und Frankreich. Beide Staaten hatten großes Interesse an der Konstruktion transportabler Präzisionsuhren, mit deren Hilfe vor allem drängende Navigationsprobleme auf See gelöst werden sollten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts hielt die Präzisionsuhrmacherei auch im deutschen Sprachraum Einzug. Dabei gehörte Johann Heinrich Seyffert, von 1801 bis 1817 Inspektor der Kunstkammer und des Mathematisch-Physikalischen Salons, zu den ersten, die Chronometer, transportable Uhren mit besonders genauem Gang, konstruierten. Angeregt wurde Seyffert  durch den Astronomen Franz Xaver von Zach, der ein Chronometer von dem in London ansässigen Uhrmacher Josiah Emery besaß. Seyffert durfte diese extrem wertvolle Uhr genau studieren. In der Folge baute er etliche Chronometer nach dem Vorbild Emerys. Das hier gezeigte Chronometer No. 8 fertigte Seyffert im Auftrag der sächsischen Königin Maria Amalie an. Die 1945 schwer beschädigte Uhr wird durch die Animation erstmals wieder zum Leben erweckt.