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Sammlungsgeschichte

Alles, was Kurfürst August und seine Nachfolger in die 1560 gegründete Kunstkammer brachten, musste von ausgezeichneter Qualität sein - egal ob es feinmechanische Instrumente für den Bergbau waren, astronomische Geräte für die Schifffahrt oder ballistische Apparate für militärische Einsätze. Kurfürst August erwarb vor allem aus den Reichsstädten Nürnberg und Augsburg Werkzeuge und wissenschaftliche Instrumente, die damals dem neuesten Stand der Technik entsprachen. Gleichzeitig genügten sie künstlerisch in höchstem Maße den repräsentativen Ansprüchen einer fürstlichen Sammlung: vergoldete Instrumente, die mittels der Mathematik und Mechanik zur Vermessung des Himmels und der Erde, zum Umgang mit Geheimnissen, aber auch zur symbolischen Befestigung der höfischen Gesellschaft Verwendung fanden. Etwa 150 Jahre später kaufte August der Starke nicht nur wissenschaftliche Instrumente an, sondern verpflichtete auch begabte Handwerker nach Sachsen. Zusammen mit ortsansässigen Handwerkern legten sie den Grundstein für die Herausbildung einer sächsischen Instrumentenbaukunst auf hohem Niveau.

August der Starke war es auch, der 1728 das »Königliche Cabinet der mathematischen und physikalischen Instrumente« als eigenständiges Museum im Zwinger einrichtete. Kurz darauf entstand das erste Inventarverzeichnis. 1746 erhielt das Museum seinen bis heute gültigen Namen. Obwohl die Sammlung nun den Charakter eines Museums angenommen hatte, waren viele der zuständigen Inspektoren praktizierende Wissenschaftler oder Instrumentenbauer und nutzten die Apparaturen, so wie schon Kurfürst August es getan hatte. Heute geht es indes darum, die atemberaubend schönen und technisch höchst anspruchsvollen Instrumente für die Zukunft zu bewahren und als Zeugen einer vergangenen Zeit der staunenden Öffentlichkeit zu präsentieren.