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Skulptur im Semperbau

Die Mengs'sche Abguss-Sammlung und Meisterwerke der Renaissance- und Barockskulptur in der Gemäldegalerie Alte Meister

Semperbau, Gemäldegalerie Alte Meister – Deutscher Saal und Skulpturengang

Die Skulpturensammlung präsentiert sich mit zwei neuen Ausstellungen in der Gemäldegalerie Alte Meister: im "Deutschen Saal" und im ehemaligen "Bellottogang", der nun als "Skulpturengang" im neuen Glanz erstrahlt. 

Die Ausstellung im "Deutschen Saal" zeigt eine erlesene Auswahl von Werken aus der Abguss-Sammlung des Dresdner Hofmalers Anton Raphael Mengs (1728-1779), die 1782 aus dessen Nachlass in Rom erworben wurde. Die zu Studienzwecken angelegte Sammlung überwiegend nach antiken Werken hergestellter Abgüsse umfasste ehemals 833 Objekte, von denen heute noch etwa die Hälfte erhalten sind. Trotz der Verluste bildet die Mengs’sche Sammlung den heute vermutlich größten erhaltenen Bestand historischer Gipsabgüsse des 17. und 18. Jahrhunderts. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser nicht mehr museal präsentiert, so dass die Ausstellung einen zentralen Teil der Skulpturensammlung erstmals seit über 70 Jahren wieder öffentlich zugänglich macht.

  • Ausstellungsansicht "Deutscher Saal", Copyright: SKD, Foto: David Pinzer
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  • Ausstellungsansicht (Detail), Copyright: SKD, Foto: David Pinzer - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Die zweite Ausstellung im "Skulpturengang" widmet sich den Dresdner Sammlungsbeständen der Bildwerke der Renaissance und des Barock und vereint seit Jahren nicht mehr im Zusammenhang gezeigte Skulpturen und Plastiken. Mit Filaretes verkleinerter bronzenen Nachbildung des antiken Reiterstandbilds des Kaisers Marc Aurel besitzt die Dresdner Skulpturensammlung die älteste erhaltene, signierte und datierte Kleinbronze der Renaissance. Sie markiert den Beginn einer in den folgenden Jahrhunderten hochgeschätzten Gattung kleiner Reproduktionen großer Meisterwerke, die u.a. bei Herrscherhäusern beliebte  Geschenke darstellten. So gelangten bereits im 16. Jahrhundert exzellente Plastiken, wie  Giambolognas "Nessus und Deianira", oder die aus Alabaster gefertigten "Vier Tageszeiten" nach Michelangelo in die Dresdner Kunstkammer. In den folgenden Jahrhunderten wurde die „Sammlung der antiken und modernen Skulpturen“ kontinuierlich ausgebaut.  Vor allem August dem Starken (1670-1733) verdankt Dresden zahlreiche bemerkenswerte Ankäufe in Italien und Frankreich sowie die Erweiterung des Bestandes zeitgenössischer Kunst durch den Erwerb von Skulpturen Balthasar Permosers und Paul Heermanns.

  • Ausstellungsansicht "Skulpturengang", Copyright: SKD, Foto: David Pinzer
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  • Ausstellungsansicht, Copyright: SKD, Foto: David Pinzer - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Beide Ausstellungen zusammen belegen zum einen, wie wichtig die antike Skulptur als Inspirationsquelle für die Kunst der Renaissance und des Barock in Malerei und Plastik war, zum anderen führt die räumliche Nähe zu den Ausstellungsräumen der Gemäldegalerie Alte Meister eindrücklich vor Augen, wie sehr sich Skulptur und Malerei in den vergangenen Jahrhunderten gegenseitig inspirierten.