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Sammlungsgeschichte

Das Kunstgewerbemuseum wurde 1876 als Vorbildsammlung für Handwerk und Industrie gegründet. Seit 1963/64 ist es im Wasser- und Bergpalais von Schloss Pillnitz zu Hause und lädt von Anfang Mai bis Ende Oktober in seine Ausstellungsräume ein.

Im Wasserpalais wird Kunsthandwerk vom 16. bis zum 18. Jahrhundert präsentiert. Dabei sind einzigartige Möbel aus der Kunstkammer der sächsischen Kurfürsten, italienische Majoliken, Musikinstrumente aus dem Umfeld der Dresdner Hofkapelle und kunstvoll gearbeitete schmiedeeiserne Gitter ebenso zu sehen wie weitaus frühere Kirchenausstattungen, darunter das herausragende Pirnaer Antependium. In einem neu gestalteten Raum im Ostflügel werden Mineralien nachempfundene Gläser präsentiert. Einen kleinen Einblick in die originale Schlossausstattung gewährt das Gelbe Teezimmer im chinoisen Stil um 1900.

Das Bergpalais empfängt den Besucher mit einem prächtigen, im Stil des Japonismus gestalteten Saal. Weitere original ausgestattete Räume sind der Watteausaal, ein Speisesaal mit Bildern à la Watteau, sowie drei Räume mit Wandgestaltungen des Architekten Christian Traugott Weinlig.

Der Rundgang im Bergpalais beginnt mit einer Präsentation der Neuerwerbungen des vergangenen Jahres, darunter Stücke aus der umfangreichen Bestecksammlung Rolf Lederbogen oder von jungen internationalen Designern. Gegenüber befindet sich ein Schwerpunkt unter dem Titel „Manufakturen“, der anhand exemplarischer Betriebe das Manufakturwesen im 18. Jahrhundert erläutert. Im Obergeschoß schließt sich Kunsthandwerk des 19. und 20. Jahrhunderts an. Eine Besonderheit bildet außerdem das Schaudepot Hellerauer Werkstätten im Ostflügel des Bergpalais. Anhand eines in seinem Umfang einmaligen Bestandes lässt sich nachvollziehen, wie in Dresden um 1900 Leben, Arbeiten und Wohnen visionär neu definiert wurden.