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Sammlungsgeschichte

Das Kunstgewerbemuseum wurde 1876 als Vorbildsammlung für Handwerk und Industrie gegründet. Seit 1963 ist es im Wasser- und Bergpalais von Schloss Pillnitz beheimatet und lädt von Anfang Mai bis Ende Oktober in seine Ausstellungsräume ein.

Im Wasserpalais wird Kunsthandwerk vom 16. bis ins 18. Jahrhundert präsentiert. Dabei sind einzigartige Möbel aus der Kunstkammer der sächsischen Kurfürsten, italienische Majoliken, kunstvoll gearbeitete schmiedeeiserne Gitter ebenso zu sehen wie gotische Kirchenausstattungen, darunter das herausragende Pirnaer Antependium. Einen kleinen Einblick in originale Schlossausstattung gewährt das Gelbe Teezimmer im chinoisen Stil um 1900.

Das Bergpalais empfängt den Besucher mit einem prächtigen, im Stil des Japonismus gestalteten Saal. Weitere original ausgestattete Räume sind der Watteausaal, ein Speisesaal mit Bildern à la Watteau von dem Dresdner Künstler Christian Ernst Dietrich, sowie drei Räume mit Wandgestaltungen des Architekten Christian Traugott Weinlig.

Der Rundgang im Bergpalais beginnt mit einem Schwerpunkt zu Manufakturen. Anhand von Möbeln der Roentgen-Werkstatt, Lackarbeiten der Stobwasser-Manufaktur, Gläsern der Dresdner Hütte, textilen Halbfertigprodukten und Dresdner Spitzen sowie Wedgwood-Keramik wird das Manufakturwesen im 18. Jahrhundert erläutert. Im Obergeschoß schließt sich Kunsthandwerk von 1900 bis in die Gegenwart an.

Eine Besonderheit bildet außerdem das Schaudepot Hellerauer Werkstätten im Ostflügel des Bergpalais. Anhand eines in seinem Umfang einmaligen Bestandes lässt sich nachvollziehen, wie in Dresden um 1900 Wohnen und Arbeiten visionär neu definiert wurden.