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Rüstkammer im Semperbau

In der Rüstkammer im Semperbau kann der Besucher eine Zeitreise machen und auf den Spuren höfischer Feste, Ritterspiele und Jagden wandeln. Prachtvolle Waffen, beeindruckende Renn- und Stechzeuge, Turnierbilder und Fürstenbildnisse des 16. bis 18. Jahrhunderts, insgesamt über 1.300 Objekte aus ganz Europa und dem Orient, spiegeln beispielhaft die fürstliche Hofkultur der Frühen Neuzeit wider und geben ein umfassendes Zeugnis von den glanzvollen Dresdener Hoffesten.

Als Ausstatter für Ritterspiele und Hofjagd war die Dresdner Rüstkammer so lebendig wie keine andere Sammlung mit dem Hofleben in der Residenzstadt verbunden. Die Kurfürsten und deren Gäste zogen begleitet von Hofleuten auf majestätischen Rössern als Turnierkämpfer auf die Bahn oder als Jäger zur Pirsch und zu Tierhetzen. Heute werden die Turnierwaffen eindrucksvoll im Turniersaal inszeniert mit der Rennergruppe des Kurfürsten August von Sachsen. Nach der Vollendung des Dresdner Residenzschlosses wird die Rüstkammer mit ihrer kurfürstlich-königlichen Sammlung an ihren Entstehungsort zurückkehren und den Besucher in prächtig eingerichteten Sälen im ersten und zweiten Obergeschoss empfangen. Neben den bereits jetzt ausgestellten Prunkwaffen erwarten den Besucher dann auch die einzigartigen Bestände der Kostümsammlung und der Gewehrgalerie. Bereits eröffnet wurde die Türckische Cammer – eine der ältesten und weltweit bedeutendsten Sammlungen osmanischer Kunst außerhalb der Türkei.

Im Mittelpunkt der Ausstellung im Semperbau steht das Rittertum: einerseits der Ritter, der Turniere reitet, andererseits der Fürst, der repräsentiert und kämpft. Aber auch wer sich weniger für Ritter oder Waffen interessiert kann wunderbare Entdeckungen machen: Die prunkvollen Gegenstände sind ganz unabhängig von ihrer Funktion auch einfach kunsthandwerklich auf höchstem Niveau gearbeitete, faszinierende Gegenstände.