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Rüstkammer

Die Blicke der Besucher richten sich auf den 1563 bis 1564 vom Antwerpener Goldschmied Eliseus Libaerts geschaffenen Prunkharnisch für Ross und Mann. Vielen bleibt er als die „goldene Rüstung“ oder als „Herkules-Harnisch“ in Erinnerung. Die zweifellos als ein künstlerisches Hauptwerk anzusehende Waffengarnitur erstrahlt seit Februar 2013, zusammen mit einer bedeutenden Auswahl der umfangreichen Sammlung der Rüstkammer, im Riesensaal des Residenzschlosses.

Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung Weltsicht und Wissen um 1600 im ersten Obergeschoss des Georgenbaus markierte 2016 einen weiteren Meilenstein im Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses. Die Präsentation ermöglicht einen faszinierenden Einblick in die Welt der Kunstkammer. Der Schwerpunkt der gezeigten Objekte liegt auf den Werken der Spätrenaissance.

Blickwechsel in die Türckische Cammer im Residenzschloss: Hier geht eine überwältigende Wirkung von den acht aus Holz in Originalgröße geschnitzten Pferden aus, die zu den Höhepunkten der neuen Dauerausstellung zählen. Jeder der rund 150 kg schweren, prunkvoll geschmückten Araber ist ein Unikat. Gleich zu Beginn des Rundgangs empfangen in einer Großvitrine fünf dieser Pferde prächtig geschmückt den Besucher. Das größte Objekt der 2010 entstandenen Türckischen Cammer ist ein osmanisches Dreimastzelt - ein 20 Meter langer, 8 Meter breiter und 6 Meter hoher Traum aus Gold und Seide. Ausschließlich in Dresden können die Besucher das aufgespannte Zelt betreten und damit einen Glanzpunkt der damaligen osmanischen Textilkunst hautnah erleben. Diese ungemein prachtvollen Gegenstände überraschen viele Besucher, denn sie werden in einer Rüstkammer eigentlich nicht erwartet.

Die aus dem Besitz sächsischer Herzöge und Kurfürsten hervorgegangene Dresdner Rüstkammer zählt zu den kostbarsten Prunkwaffen- und Kostümsammlungen der Welt. Sie vereint Meisterwerke von Waffenschmieden, Künstlern und Kunsthandwerkern aus ganz Europa und dem Orient und umfasst etwa 10.000 Prunkwaffen – Harnische, Helme, Schilde, Schwerter, Degen und Dolche, Säbel und Pusikane, Pistolen und Gewehre – sowie Reitzeuge und Prunkkleider, Kunstkammerstücke und Bildnisse vorwiegend des 16.-18. Jahrhunderts aus dem Besitz der wettinischen Kurfürsten. Die Türkenmode am kursächsischen Hof findet in der reichen Sammlung orientalischer und orientalisierender Waffen, Kleidung und Reitzeugen sowie in den großartigen Türkenzelten ihren Ausdruck.