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Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht

Die neue Dauerausstellung im Renaissanceflügel

ab 9. April 2017 im Residenzschloss Dresden, 1. Obergeschoss

2017, im Jahr des 500. Reformationsjubiläums, wird ein weiterer Teils des Renaissanceflügels eröffnet: Im Ost- und Nordflügel des ersten Obergeschosses wird zum ersten Mal der weltweit größte Schatz an Prunkwaffen und Gewändern der Reformationszeit und des frühen Barocks zusammen ausgestellt werden. Sie verkörperten den Machtanspruch und das reformatorische Glaubensprogramm der sächsischen Kurfürsten und gehören zu den ältesten Werken der Rüstkammer.

Mit Prunkwaffen, Reitzeugen, Textilien und Fürstenbildnissen wird der Weg der Wettiner von der Erlangung der sächsischen Kurwürde durch Friedrich den Streitbaren 1423 bis zur Eroberung der Kurfürstenmacht für die albertinische Linie der Wettiner durch Herzog Moritz von Sachsen 1547 und seinen Bruder August nachgezeichnet.


Die Ausstellung stellt anhand kostbarerer und einmaliger Objekte die fürstlichen und geistlichen Protagonisten der Reformationszeit in Sachsen vor. Den Auftakt bildet der Trabantensaal im ehemaligen Gardesaal des Schlosses. Hier werden repräsentative Waffen der kurfürstlichen Leibtrabantengarde und Reisigen Knechte aus der Zeit um 1550 bis 1620 gezeigt. In weiteren Bereichen werden in zeitlicher Abfolge der Aufstieg der Wettiner zur Kurfürstenmacht, die Religionskämpfe und Spannungen zwischen Papst, Kaiser und Reich sowie die Eroberung der sächsischen Kurwürde durch Moritz von Sachsen dargestellt. Reich verzierte Waffen, Prachtmitren sowie Fürstenbildnisse des Spätmittelalters und der Frührenaissance geben ein lebendiges Zeugnis der Frühen Neuzeit und des Zeitalters der Reformation.

  • Heinrich der Fromme, Herzog von Sachsen und Markgraf von Meißen (1473–1541), Lucas Cranach d. Ä., Werkstatt, 1526 (?), Öl auf Lindenholz, 125 x 82 cm, Rüstkammer, © SKD, Foto: Hans-Peter Klut
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  • Helmbarte, deutsch, 1588, Rüstkammer, © SKD, Foto: Jürgen Karpinski
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Im Ecksaal werden Prunkwaffen Kurfürst Augusts präsentiert, die sich an italienischen Vorbildern orientierten: Rapiere und Dolche, Brigantinen, Helme und Schilde, Armbrüste und Feuerwaffen. Die Leibwaffen Augusts geben mit biblischen und antikischen Darstellungen das protestantisch geprägte Staats- und Regierungsprogramm dieses Kurfürsten zu erkennen und zeugen vom wirtschaftlichen und künstlerischen Aufschwung der Residenzstadt Dresden.