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Sammlungsgeschichte

Im Amerika der Ureinwohner gab es keine Dollar. Einwanderer aus Sachsen brachten „Taler“ mit und sprachen die Bezeichnung sächsisch aus – der Dollar war erfunden. Der Begriff „Taler“ oder „Thaler“ hatte sich im 16. Jahrhundert für den Joachimstaler Guldengroschen eingebürgert, dessen Feingehalt eine Unze, also 27,2 Gramm Silber, betrug und der nach dem Silberfundort benannt wurde. Die Silberfunde im Erzgebirge brachten zu dieser Zeit Georg dem Bärtigen (Herzog 1500 – 1539) enormen Reichtum ein, man nannte ihn auch Georg den Reichen. Kein Wunder, dass gerade er bereits um 1530 das Dresdner Münzkabinett gründete. Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Sammlung von den sächsischen Kurfürsten und Königen durch Ankäufe und Schenkungen erweitert. Anfang des 18. Jahrhunderts zählte sie zu den berühmtesten Münzkabinetten in Europa. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich das Museum auch zu einem wissenschaftlichen Forschungszentrum.

Lange wurde die fürstliche Sammlung im Residenzschloss aufbewahrt. Nachdem sie 1743 in das Taschenbergpalais verlegt worden war, überführte sie Kurfürst Friedrich August III. 1786 zusammen mit der Bibliothek und der Antikensammlung in das Japanische Palais, dem neuen „Museum Saxonicum“. 1877 wurde das Münzkabinett erneut im Residenzschloss untergebracht, von 1911 bis 1945 im Kanzleigebäude. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung von der Trophäenkommission der Roten Armee nach Moskau verbracht. Ohne die ebenfalls beschlagnahmten Bücher und Zeitschriften kehrte sie 1958 nach Dresden zurück. Seit 1959 konnte man eine Auswahl an Münzen und Medaillen im Albertinum besichtigen. Mit dem Umzug des Münzkabinetts in das Residenzschloss kehrt das Museum an seinen Ursprungsort zurück. Studiensaal und Bibliothek sind modern und großzügig gestaltet. Derzeit bereitet das Münzkabinett seine Dauerausstellung, einen neue Präsentation der Sammlung im Georgenbau, vor.