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Die neue Dauerausstellung

Das Dresdner Münzkabinett ist mit fast 300.000 Objekten eine der größten und ältesten Universalmünzsammlungen Deutschlands und aufgrund seiner Bestände von europäischer Bedeutung. Seit der Schließung der permanenten Sammlung im Albertinum 2004 konnte es seinen Bestand nur in kleinen Ausschnitten in Sonderausstellungen zeigen. Am 7. Juni 2015 eröffnete das Münzkabinett im Georgenbau des Residenzschlosses eine vollkommen neu konzipierte, langersehnte Dauerausstellung und kehrte damit an seinen Ursprungsort zurück. So konnte gleichzeitig eine weitere Etappe im Wiederaufbau des Schlosses vollendet werden.

Etwa 3.300 Exponate verdeutlichen auf 350 m² Ausstellungsfläche die Vielfalt und die historische Bedeutung von Münzen und Medaillen. Der Bestand beinhaltet unter anderem die weltweit größte Sammlung sächsischer numismatischer Objekte und gliedert sich in Münzen aller Länder von der Antike bis zur Gegenwart, historische und moderne Medaillen, Orden und Ehrenzeichen, Banknoten und historische Wertpapiere, Münz- und Medaillenstempel, Petschafte, Modelle, prämonetäre Zahlungsmittel sowie münztechnische Maschinen und Geräte.


Zum Auftakt wird im ersten Kabinett der Dauerausstellung unter dem Titel „Bergbau und Münzprägung in Sachsen“ die mehr als 900-jährige Münzgeschichte im meißnisch-sächsischen Raum dargestellt. Das Silbervorkommen im Erzgebirge begründete den Reichtum des Landes, der auch in der fürstlichen Repräsentation zum Ausdruck kommt.

Das nächste Kabinett beinhaltet den „Kosmos des Geldes“: die Entwicklung des Geldwesens von der Antike bis zur Neuzeit. In chronologischer Abfolge ist die Münzgeschichte vom Altertum bis zur Gegenwart in Deutschland und im europäischen Kontext zu erleben, wobei auf die beiden Aspekte der Münze als Informationsträger und als Zahlungsmittel eingegangen wird. Dabei spannt sich der Bogen über mehrere Währungsepochen von der Drachme bis zum Euro. Neben dem ebenfalls ausgestellten Papiergeld als wichtiger Erscheinungsform des Geldes werden die Themen Münztechnik und Münzsammeln anhand von verschiedenen Objekten veranschaulicht.

Schwerpunkt des Kabinettraums „Medaillen und Orden“ ist die Entwicklung der Medaillenkunst von der Renaissance bis zur Gegenwart. Die im 15. Jahrhundert in Italien entstandene neue Kunstgattung, eine Sonderform der reliefplastischen Kunst, ist in der Abfolge der Kunststile anhand herausragender Beispiele aus Sachsen, Deutschland und Europa vertreten. So wird z. B. auf die „Histoire métallique“ in der Blütezeit der Barockmedaille in Frankreich und in Sachsen besonders hingewiesen. Die Orden und Verdienstmedaillen als spezieller Bereich finden in diesem Kabinett ebenso Berücksichtigung.

  • Blick in die Dauerausstellung des Münzkabinetts, Auftaktraum Bergbau und Münzprägung in Sachsen, Copyright Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Hans Christian Krass
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  • Blick in die Dauerausstellung des Münzkabinetts, Kabinettraum Der Kosmos des Geldes, Copyright Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Hans Christian Krass - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Im Elbsaal werden acht verschiedene Themen „Rund ums Geld“ jeweils in einer eigenen Vitrine auf anschauliche Weise präsentiert. Diese Inszenierung bricht die ansonsten überwiegend chronologisch orientierte Gestaltungsweise der Ausstellung auf. Behandelt werden Themen wie Münze und Material, außergewöhnliche Geldformen oder originelle Münznamen. Unter dem Titel „Vom Taler zum Dollar“ wird der Siegeszug der seit mehr als einem halben Jahrtausend existierenden, weltweit erfolgreichsten Währung veranschaulicht. Präsentiert werden außerdem Waagen und Gewichte, Fälschungen, Rechenpfennige und Spielmarken, weiterhin in Brauch und Aberglauben verwendete sowie zu Schmuck verarbeitete Münzen.

  • Blick in die Dauerausstellung des Münzkabinetts, Kabinettraum Medaillen und Orden, Copyright Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Hans Christian Krass
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  • Blick in die Dauerausstellung des Münzkabinetts, Elbsaal, Copyright Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Hans Christian Krass - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.