Zur Hauptnavigation

Zum Inhalt

Zur Bereichsnavigation

Residenzschloss Dresden

Residenz der Kunst und Wissenschaft

Das Residenzschloss im Herzen der Altstadt ist Ursprungsort und Zentrum der Dresdner Kunstsammlungen. Seit 1485 war es ständige Residenz sächsischer Herrscher und damit Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten und Könige. Untrennbar ist es mit der Geschichte und einzigartigen kulturellen Vielfalt Dresdens verbunden. Seine entscheidende architektonische Prägung erhielt das Schloss in der Mitte des 16. Jahrhunderts sowie unter August dem Starken. Trotz Umbau und der Modernisierung im späten 19. Jahrhundert hat es sich den Charakter der Hochrenaissance bewahrt. Nach den Bombenangriffen auf Dresden im Februar 1945 lag das Zentrum in Ruinen, auch das Residenzschloss wurde stark zerstört. In den Jahrzehnten nach der Zerstörung konnte es erfolgreich gegen Abrisspläne verteidigt werden. Heute ist der Wiederaufbau – zumindest was die äußere Hülle betrifft – weitgehend abgeschlossen.

Residenzschloss in der Dresdner Altstadt, Luftaufnahme, Copyright: SKD, Foto: Oliver Killig  - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Die "Residenz der Kunst und Wissenschaft" wächst von Jahr zu Jahr. Verschiedene Sammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind seit 2002 bereits in das Schloss eingezogen und knüpfen damit an die reiche kulturelle Vergangenheit an. Zu den Museen gehören das berühmte Historische und das Neue Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett, das Münzkabinett und die Rüstkammer. Das Residenzschloss beherbergt zudem die Schlosskapelle mit ihrem großartigen spätgotischen Schlingrippengewölbe, die Kunstbibliothek und verschiedene Vortrags- und Studiensäle.

In den nächsten Jahren wird die Ausstellungsfläche in diesem einmaligen Museumskomplex weiter wachsen und das Dresdner Residenzschloss für seine zahlreichen Besucher aus dem In- und Ausland noch attraktiver werden.

Neue Ausstellungsbereiche

Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht

Gezeigt wird der Weg der Wettiner von der Erlangung der Kurfürstenwürde bis zur Eroberung der Kurfürstenmacht ...mehr

Kurfürstliche Garderobe

Die Ausstellung führt mit originalen Gewändern die grandiose Fürstenmode der Renaissance und des Barocks vor Augen ...mehr

Ausblick: Die Choreografie des Schlosses

  • Langer Gang

    Mit der Wiederherstellung des historischen Raumes und der Kassettendecke im Langen Gang kehrt 2018 eine repräsentative Auswahl der 500 besten und prachtvollsten Feuerwaffen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts aus dem Besitz der sächsischen Kurfürsten ins Residenzschloss zurück. Im ersten Abschnitt werden in großen verglasten Holzschränken, nach historischem Vorbild, Gewehre und Pistolen und deren Zubehör (Pulverflaschen, Kugelzangen, Schlüssel, Patronenköcher und Patronen) aus ganz Europa in chronologisch-geographischer Folge ausgestellt. Im hinteren Teil des Langen Ganges wird eine Rekonstruktion der Erstaufstellung des Königlichen Leibgewehrs Anno 1733 präsentiert. In den drei Bögen werden die Gewehre vertikal und dicht nebeneinander ausgestellt. Zwischen den Bögen befinden sich einige lebensgroße Porträts der ersten mythischen Wettiner-Fürsten. Dazu kommen zwei Turnierbilder des Kurfürsten August und einige Geweihe aus dem Originalbestand der Gewehrgalerie.

  • Nordflügel

    Die Ausstellungen im 2. Obergeschoss, das historisch als Repräsentationsetage fungierte, sind der Inszenierung der Kurfürsten und Könige im höfischen Fest und Zeremoniell gewidmet. Ganz im Sinne der Selbstdarstellung der Landesherren war das Dresdner Residenzschloss stets Mittelpunkt und zeremonieller Festort. Die mit festlichen Ereignissen wie Hochzeiten, Taufen oder Fürstenbesuchen verbundenen Jagden, Paradeaufzüge und Ritterspiele folgten in der Ausstattung höchsten repräsentativen Erfordernissen. Entsprechend ist der Bestand an Herrschergewändern, Prunkreitzeugen, Turnier- und Jagdwaffen in seinem Reichtum, seiner Vielfalt und seinem Umfang in Deutschland heute einmalig. Der Rundgang beginnt im Ostflügel mit dem Riesensaal, der sich mit Turnierinstallationen und Paradeharnischen für Mann und Ross präsentiert. Im Nordflügel demonstrieren Herrscher- und Hofausstattungen Dresdens einstigen Ruhm als Residenz der Feste und Maskeraden sowie der inszenierten Jagd. Den Höhepunkt des Rundgangs bilden das Paradeappartement mit dem Audienzgemach und dem Paradeschlafzimmer Augusts des Starken, die Königliche Garderobe in den Retiraden sowie die Königliche Statua mit dem polnischen Krönungsornat Augusts II. und Zeugnisse der polnischen Krönung Augusts III. in den Bilderkabinetten.

  • Kleiner Ballsaal

    Der Kleine Ballsaal ist das Herzstück des Georgenbaus und verläuft über zwei Etagen. Er ist zeitlich und baulich „verwandt“ mit der ersten Dresdner Semperoper, die 1869 abbrannte. 1865/66 konzipierte Hofbaumeister Bernhard Krüger, ein Schüler von Gottfried Semper, den Saal über das zweite und dritte Geschoss. Bis 1922 gehörte der repräsentative Saal zum Wohnbereich der königlichen Familie. Die historischen Befunde zeugen von einer hohen baulichen Qualität zur damaligen Zeit. Die Rekonstruktion erfolgt aus diesem Grund auch unter Anwendung der alten Handwerkstechniken. Er wird als Raum des Historismus originalgetreu rekonstruiert.

  • Westflügel

    Die Feierlichkeiten zur Vermählung des Kurprinzen Friedrich August II . mit der österreichischen Kaisertochter, Erzherzogin Maria Josepha, im September 1719 in Dresden gaben den Anlass zur Einrichtung des königlichen Paradeappartements im 2. Obergeschoss des Westflügels. Nach französischem Vorbild zählten dazu ein Tafelgemach, zwei Vorzimmer, das Audienzgemach mit Thron sowie das Paradeschlafzimmer mit einem grandiosen Imperialbett. Auf Grund des staatstragenden Charakters des Ereignisses ließ der Kurfürst-König ein spätbarockes Raumkunstwerk von höchster Repräsentation entstehen. Trotz seiner Zerstörung am 13. Februar 1945 blieb bewegliches Ausstattungs- und Einrichtungsgut durch vorzeitige Auslagerung bewahrt. Dieser Bestand gab Anlass zur Wiederherstellung der fünf barocken Prunksäle. Im September 2019 sollen sie zum 300. Jubiläum der glanzvollen Hochzeit wiedereröffnet werden.