Kunstfonds
Die Sammlung des Kunstfonds ist eine der bedeutendsten Kunstsammlungen zur sächsischen Kunst nach 1945. Sie umfasst mehr als 25 000 Werke aller Genres der Bildenden Kunst, darunter Malerei, Skulptur, Graphik, Photographie, Kunstgewerbe, Konzept-, Video- und Installationskunst sowie Arbeiten im öffentlichen Raum.
Der Kernbestand der Sammlung wurde durch öffentliche Aufträge und Ankäufe während der Zeit der DDR zusammengetragen und nach 1990 durch die Übernahme von Kunst aus Treuhandbeständen erweitert. Seit 1992 wird die Sammlung außerdem durch die jährlich stattfindenden Förderankäufe des Freistaates Sachsen systematisch um zeitgenössische bildende Kunst aller Sparten mit Bezug zu Sachsen ergänzt. Die Bestände des Kunstfonds spiegeln damit beispielhaft die Kunstförderung in zwei unterschiedlichen Gesellschaftsystemen. Die beiden Sammlungsschwerpunkte, Kunst der DDR und zeitgenössische Kunst, beschreiben die regionale Kunstentwicklung der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart.
Die Eingliederung des Kunstfonds in die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Jahr 2004 stellt in dieser Hinsicht eine bedeutende Ergänzung der Sammlungsbestände vor allem des Kupferstich-Kabinetts und der Galerie Neue Meister dar. Von besonderer Bedeutung sind dabei die herausragenden Werke zeitgenössischer Kunst von international erfolgreichen Vertretern der Dresdener und Leipziger Schule. Die Sammlung des Kunstfonds wird in eigenen Ausstellungen sowie mit Leihgaben in ausgewählten öffentlichen Einrichtungen des Freistaates und der Bundesrepublik Deutschland präsentiert. Der Kunstfonds ist auch Leihgeber für zahlreichen Museen und Ausstellungen landesweit und international.
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Rückblick 2010
„Schaudepot #5. Arbeitsbilder“
18. März bis 4. Mai 2010 Gemäldedepot des Kunstfonds
Der arbeitende Mensch ist ein beständiges Motiv in der bildenden Kunst und in der DDR war er aufgrund der proklamierten „führenden Rolle der Arbeiterklasse“ zudem ein zentraler Gegenstand der Kulturpolitik. -
2009
Christian Borchert – Mauerbilder. Fotografien 1963-1990
06.11.2009 bis 10.04.2010 Goethe-Institut Dresden
Zum Schaffen des in Dresden geborenen und viele Jahre in Berlin tätigen Fotografen Christian Borchert (1942-2000) zählt auch eine vergleichsweise unbekannte Werkgruppe zum Thema „Berliner Mauer“. Die zwischen 1963 und 1990 entstandenen künstlerischen Fotografien dokumentieren die Existenz und das Ende dieses Bauwerkes.
Schaudepot #4. Gruppenbilder
01.10. bis. 10.11. 2009 Gemäldedepot des Kunstfonds
Das Thema der „Gruppenbilder“ greift ein zentrales organisatorisches Prinzip der sozialistischen Gesellschaft auf. In der Kunst spiegelt sich das in verschiedenen Gruppendarstellungen wider, z.B. Singegruppen, Brigaden, Kollektiven, Lernaktiven oder auch in Familienbilder. In der Ausstellung werden ca. 40 Werke sächsischer Künstler und Künstlerinnen präsentiert, die zwischen 1950 und 1990 entstanden sind.
Blattgold. Zeitgenössische Grafik
13.03. bis 29.04.2009 Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Der Kunstfonds zeigt im Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen eine repräsentative Auswahl aus seiner Sammlung an zeitgenössischer Grafik, die seit 1992 überwiegend durch die Förderankäufe des Freistaates Sachsen zusammengetragen wurde. Die Ausstellung vereint weit mehr als 60 Werke von insgesamt 38 Künstlern unterschiedlicher Generationen. -
2008
Lys Geburtstag – Vietnamesen im Dresden der 80er Jahre Fotografien von Matthias Rietschel
21.11.2008 bis 21.02.2009, Goethe-Institut Dresden
Die Ausstellung zeigt 32 Fotografien des Dresdner Fotografen Matthias Rietschel, vor allem aus den Jahren 1988 und 1989, die unter den Titeln „Lys Geburtstag“, „Wohnheim“ und „Herrenmode“, das Leben vietnamesischer Vertragsarbeiter und Studenten in Dresden abbilden und damit den Alltag dieser Gäste in unserer Stadt dokumentieren.
Schaudepot #3. Weibsbilder
23.10. bis 02.12.2008, Gemäldedepot des Kunstfonds
Unter dem Titel „Weibsbilder“ wird dem Thema der Frauendarstellung in der Kunst in der Zeit der DDR und der Gegenwart nachgegangen. Gezeigt werden 56 Werke aus den Sammlungsbereichen Malerei, Grafik und Fotografie, die von 46 vor allem sächsischen KünstlerInnen stammen.
VIVARIUM und/oder Mobile Einbürgerungshilfe für ALIENS unterwegs! Zwischenlandung am 03. September 2008
GötterbaumEINBÜRGERUNG und STADTgespräch am 12. Oktober 2008, Überwinterung bis 2009 Projekt im öffentlichen Raum im Gebäudeensemble Deutsche Werkstätten Hellerau, Moritzburger Weg 67, Kunstfonds als Projektträger in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Ulrike Gärtner
Schaudepot #2. Reisebilder
11.04. bis 31.05.2009, Gemäldedepot des Kunstfonds
Mit „Schaudepot #2“ setzt der Kunstfonds seine im letzten Jahr gestartete Veranstaltungsreihe im Depot der Sammlung fort. Unter dem Titel „Reisebilder“ wird dieses Mal eine Auswahl von Impressionen sächsischer Künstler von Reisen ins Ausland gezeigt, die in den 1950er bis 1980er Jahren entstanden sind. -
2007
„Wenn der Sonnentau …“
Neuzugänge zeitgenössischer Kunst im Kunstfonds von 2005 bis 2007, im Residenzschloss Dresden
9. November bis 3. Dezember 2007
VIVARIUM und/oder Mobile Einbürgerungshilfe für ALIENS unterwegs! Inbetriebnahme & öffentlicher Testlauf im Stadtraum Dresden, Grünfläche Holbeinstraße, ab 10. Mai 2007, Kunstfonds als Projektträger in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Ulrike Gärtner
Schaudepot #1 Aufbaubilder
22. März - 25. April 2007
Eine Veranstaltungsreihe des Kunstfonds, die Werke aus der Sammlung im neuen Gemäldedepot in der Marienallee präsentiert: Werke Dresdner Künstler, die sich mit der Situation nach der Zerstörung und mit dem Neuaufbau der Stadt auseinandersetzten.