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Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen

Farbenfrohe Kleidung, Waffen, Schmuckformen oder andere Accessoires erzählen von längst vergessenen Wanderungen, von kulturellen Kontakten, von einer engen Verbindung zwischen religiösem Denken, symbolischer Reflektion und praktischer Lebensgestaltung. Das Aussehen der gezeigten Exponate wird nicht allein durch ihre Funktion und die ästhetischen Vorstellungen ihrer Schöpfer geprägt. Häufig spiegelt es die soziale Position, wie die Zugehörigkeit ihres Besitzers zu einer bestimmten Volks- oder Verwandtschaftsgruppe wider. Sachsens Glanz als altes Zentrum der Künste, des Handels, der Wirtschaft und Bildung zeigt sich auch in seinen umfangreichen ethnologischen Sammlungen. Gleich drei Völkerkundemuseen haben sich hier in räumlicher und zeitlicher Nähe zueinander entwickelt. In den zwei größten sächsischen Städten Leipzig und Dresden sowie Herrnhut in der Oberlausitz kam es Ende des 19. Jahrhunderts innerhalb von zehn Jahren zu ihren Gründungen.

Die Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut fusionierten 2004 zu den »Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen«. Damit befindet sich nun in Sachsen das zweitgrößte Völkerkundemuseum Deutschlands mit einem Gesamtbestand von etwa 350.000 Ethnographica, 200.000 Bilddokumenten und 350.000 bibliothekarischen Einheiten. Die Museen in Dresden, Leipzig und Herrnhut präsentieren auf über 6.000 Quadratmetern umfangreiche Einblicke in das faszinierende Leben indigener Kulturen der Welt und in ihre Geschichte.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen verfügen über kunst- und kulturhistorische Sammlungen, die sich in idealer Weise ergänzen. Die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen sind deshalb Anfang 2010 in den Verbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden aufgenommen worden. Beide Sammlungen rücken damit enger zusammen, um ihr Potenzial von gemeinsamen Projekten, Ausstellungen und Forschungsarbeiten in Zukunft noch besser ausschöpfen zu können.