Zur Hauptnavigation

Zum Inhalt

Zur Bereichsnavigation

Sammlungsgeschichte

Von der Antike über die Kunst von Renaissance, Barock und Expressionismus bis ins 21. Jahrhundert reichen die hochkarätigen Bestände der Dresdner Skulpturensammlung, von Polyklet über Giambologna und Permoser, Rodin und Lehmbruck bis zu Glöckner und Cimiotti. Diese Vielfalt spiegelt die lange Sammlungsgeschichte. »Der König von Polen hat jemanden hierher gesandt, der alle antiken Statuen gekauft hat, die dem Fürstenhaus Chigi gehörten, und einen großen Teil der Sammlung, die Kardinal Alessandro Albani zusammengetragen hat«, schrieb 1728 ein Akademiker aus Rom nach Frankreich. Der Ursprung des Museums geht zwar auf die 1560 gegründete Kunstkammer zurück. Aber in der Tat war es August der Starke (1670 – 1733), der die Gründung der »Sammlung der antiken und modernen Skulpturen« vollzog und Dresden zu einer Metropole barocker Architektur und Skulptur machte.

Nach dem Eintreffen der Antiken aus Rom Ende 1729 wurde die Sammlung im Palais im Großen Garten aufgestellt, umgeben von Meisterwerken der zeitgenössischen Skulptur. 1786 erhielt die Sammlung im Japanischen Palais eine neue museale Aufstellung. Eine Blütezeit begann, als der Archäologe Georg Treu (1843-1921) 1882 die Leitung des Museums übernahm. Treu hat in den gut drei Jahrzehnten seiner Amtszeit mit systematischen Erwerbungen ganze Sachgebiete ausgebaut. Das Renaissance-Zeughauses an der Brühlschen Terrasse wurde umgebaut und 1889 konnte die Antikensammlung in das »Albertinum« übersiedeln. Treu setzte die Tradition der Gegen-überstellung der Antiken mit zeitgenössischen Werken fort. Als erstes deutsches Museum erwarb Dresden zahlreiche Werke von Auguste Rodin und Constantin Meunier.

Obwohl das Albertinum im Februar 1945 teilweise zerstört wurde, haben die Bestände mit Ausnahme von Großgipsen den Zweiten Weltkrieg ohne nennenswerte Verluste überstanden. Die Originale gelangten nahezu vollständig in die Sowjetunion und kamen erst 1958 nach Dresden zurück. Nach Sanierung und Umbau des Albertinums präsentiert sich Skulpturensammlung und Galerie Neue Meister als Museum der Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart. Die Antiken werden in Schaudepots gezeigt, bis sie in einigen Jahren in der Osthalle des Semperbaus ein neues, altes Zuhause finden – Gottfried Semper hatte sie Mitte das 19. Jahrhunderts für antike Skulpturen entworfen.