Skulpturensammlung
Im Albertinum. Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart zu sehen
Im neu konzipierten "Albertinum. Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart" ist mit der Präsentation der Skulpturensammlung und der Galerie Neue Meister die Kunst der Moderne in einem Umfang erlebbar, wie es zuvor in Dresden nicht möglich war. Die innovative Museumskonzeption steht für einen neuen Anfang in der Kunstpräsentation in Dresden und zeigt die Kunst vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die jüngste Gegenwart. Für die Skulpturensammlung beginnt die Moderne mit Werken des französischen Bildhauers Auguste Rodin. Er hat das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur eingeläutet und gilt als Vorreiter für eine Vielzahl von Stilrichtungen, die sich im 20. Jahrhundert herauskristallisiert haben. Die in der Ausstellung gezeigten Werke der klassischen Moderne und der Skulptur nach 1945 spinnen den Grundgedanken Rodins – die Subjektivität der Kunst – bis ins Heute weiter.
Auf die Kunst in der DDR wird mit Werken zum Beispiel von Wieland Förster, Werner Stötzer und Helmut Heinze in besonderer Weise eingegangen. Der Klingersaal – von der Skulpturensammlung und der Galerie Neue Meister als sinnlicher Epochenraum konzipiert – befasst sich mit der Kunst des Fin de Siècle, veranschaulicht mit Werken von Arnold Böcklin und Max Klinger bis zu Franz von Stuck und Sascha Schneider. Der Mosaiksaal widmet sich dem großen Thema Moral anhand von Skulpturen des Klassizismus mit einem Schwerpunkt auf Ernst Rietschel.
Die Skulpturensammlung umfasst Werke aus mehr als fünf Jahrtausenden – von den antiken Kulturen über alle Epochen der europäischen Plastik vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Das Herzstück der Sammlung – die Antikensammlung mit Skulpturen wie dem »Dresdner Knaben« sowie Vasen, Bronzen und Terrakotten – wird in einigen Jahren eine neue Aufstellung in der Osthalle des Semperbaus finden, die einst von Gottfried Semper für antike Skulpturen entworfen wurde. Bis es soweit ist, kann man sich in einem experimentellen Schaudepot im Albertinum einstimmen, wo ausgewählte Skulpturen für den Besucher in Szene gesetzt werden.
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Gotische Skulptur
Eine Kooperation der Skulpturensammlung und der Kunstsammlungen Chemnitz – Schloßbergmuseum: Die mittelalterlichen Kunstwerke der Skulpturensammlung haben im Schloßbergmuseum Chemnitz eine neue Heimstatt. Gemeinsam mit den Arbeiten des Schloßbergmuseums werden die Dresdener Werke im Kreuzgang und den Konventsräumen des ehemaligen Benediktinerklosters gezeigt. Das Ensemble von Kloster und der angrenzenden spätgotischen Hallenkirche bildet den idealen Rahmen für die Präsentation. In kongenialer Weise ergänzen sich die beiden historischen Sammlungen aus Dresden und Chemnitz, die in ihren Ursprüngen auf den 1825 gegründeten Königlich Sächsischen Altertumsverein und den Verein für Chemnitzer Geschichte zurückgehen. Diese hatten im 19. und frühen 20. Jahrhundert unter anderem Altäre, einzelne Retabelfiguren und Andachtsbilder, die keine liturgische Verwendung in den Kirchen mehr fanden, gesammelt und ausgestellt. Im Schloßbergmuseum werden die zumeist farbig gefassten Werke aus den wichtigsten Zentren der damaligen Kunstproduktion zwischen Saale und Neiße präsentiert. Sie belegen die stilistische und ikonographische Bandbreite sächsischer Schnitzkunst und ihre Verbindungen zur Kunst benachbarter Kulturlandschaften. Die Bildwerke, die um Themen wie die Menschwerdung Christi, dargestellt durch die zahlreichen Marienfiguren mit Kind, und die Erlösung der Menschen durch die Passion, kreisen, bringen dem Besucher die Bild- und Gedankenwelt des mittelalterlichen Menschen nahe und veran-schaulichen ihre mannigfaltige Verwendung in der Liturgie. Den Schwerpunkt der Ausstellung mit rund 80 Objekten, davon 65 aus dem Besitz der Skulpturen-sammlung, bildet die spätgotische Plastik aus der Zeit zwischen 1480 und 1520. Skulpturen wie die beiden Madonnen des Meisters H. W. aus Waldkirchen, die raumgreifend bewegte thronende Muttergottes aus Geyer, mehrere Arbeiten von Peter Breuer oder die monumentalen Figuren vom ehemaligen Hochaltar der Michaeliskirche in Zeitz sind einzigartige Zeugnisse der Blüte sächsischer Bildschnitzkunst. Zum Schloßbergmuseum
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Gipsabguss-Sammlung
Die Abguss-Sammlung, die 1783 mit dem Ankauf von 833 Gipsabgüssen aus dem Nachlass des Malers Anton Raphael Mengs angelegt wurde, umfasst rund 4700 Abgüsse. Die Kopien in Gips geben in der Mehrzahl Werke der griechischen und römischen Antike wieder, aber auch die nachantike Skulptur von Michelangelo bis Ernst Rietschel. Programmatisch wurde sie 1794 im Erdgeschoss des Stallgebäudes (Johanneum) aufgestellt, das in den Obergeschossen die Gemäldegalerie beherbergte. 1857 wanderte sie, wiederum in Bezug auf die Gemäldegalerie, in den Osttrakt des Galeriegebäudes. Bis zum August 2002 war die Sammlung als Schaudepot in den Kellergewölben des Albertinums öffentlich zugänglich und bildete ein Museum eigener Art in chronologischer Ordnung.
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Freundeskreis
PARAGONE. Freundeskreis der Skulpturensammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden e.V.
Für die Skulpturensammlung, die ihre Besucher ab 20. Juni 2010 im erneuerten Albertinum wieder empfangen kann, hat sich der Freundeskreis »PARAGONE DRESDEN e.V.« gebildet. Die Skulpturensammlung befindet sich in der Phase einer grundlegenden Neukonzeption. Es gilt zur Zeit, umfangreiche Restaurierungen an den Kunstwerken durchzuführen, Bestandskataloge zu erarbeiten und Neuerwerbungen anzustreben. Viele dieser Vorhaben können nur mit privater Hilfe realisiert werden. Den Mitgliedern des Freundeskreises bietet sich die exklusive Gelegenheit, die Entstehung des neuen Museums unmittelbar zu begleiten und an besonderen Aktivitäten zu partizipieren. Unser Interesse gilt vorrangig der Skulptur, aber auch ihrem Zusammenspiel mit anderen Kunstgattungen.KONTAKT
Skulpturensammlung / Staatliche Kunstsammlungen Dresden
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