Zur Hauptnavigation

Zum Inhalt

Zur Bereichsnavigation

Gotische Skulptur in Sachsen

Die mittelalterlichen Kunstwerke der Skulpturensammlung haben im Schloßbergmuseum Chemnitz eine Heimstatt. Gemeinsam mit den Arbeiten des Schloßbergmuseums werden die Dresdner Werke im Kreuzgang und den Konventsräumen des ehemaligen Benediktinerklosters gezeigt. Das Ensemble von Kloster und der angrenzenden spätgotischen Hallenkirche bildet den idealen Rahmen für die Präsentation. In kongenialer Weise ergänzen sich die beiden historischen Sammlungen aus Dresden und Chemnitz, die in ihren Ursprüngen auf den 1825 gegründeten Königlich Sächsischen Altertumsverein und den Verein für Chemnitzer Geschichte zurückgehen. Diese hatten im 19. und frühen 20. Jahrhundert unter anderem Altäre, einzelne Retabelfiguren und Andachtsbilder, die keine liturgische Verwendung in den Kirchen mehr fanden, gesammelt und ausgestellt.

  • Heiliger Nikolaus aus Geyer, Sächsisch, um 1490, Laubholz
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Mondsichelmadonna, Sächsisch, um 1520, Lindenholz
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Breuer, Peter, Heiliger Christophorus aus Gersdorf bei Lugau, 1506, Laubholz und Nadelholz - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Im Schloßbergmuseum werden die zumeist farbig gefassten Werke aus den wichtigsten Zentren der damaligen Kunstproduktion zwischen Saale und Neiße präsentiert. Sie belegen die stilistische und ikonographische Bandbreite sächsischer Schnitzkunst und ihre Verbindungen zur Kunst benachbarter Kulturlandschaften. Die Bildwerke, die um Themen wie die Menschwerdung Christi, dargestellt durch die zahlreichen Marienfiguren mit Kind, und die Erlösung der Menschen durch die Passion, kreisen, bringen dem Besucher die Bild- und Gedankenwelt des mittelalterlichen Menschen nahe und veran-schaulichen ihre mannigfaltige Verwendung in der Liturgie.

Den Schwerpunkt der Ausstellung mit rund 80 Objekten, davon 65 aus dem Besitz der Skulpturensammlung, bildet die spätgotische Plastik aus der Zeit zwischen 1480 und 1520. Skulpturen wie die beiden Madonnen des Meisters H. W. aus Waldkirchen, die raumgreifend bewegte thronende Muttergottes aus Geyer, mehrere Arbeiten von Peter Breuer oder die monumentalen Figuren vom ehemaligen Hochaltar der Michaeliskirche in Zeitz sind einzigartige Zeugnisse der Blüte sächsischer Bildschnitzkunst.