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Forschung und wissenschaftliche Kooperation

Forschung ist unverzichtbar für die Arbeit öffentlicher Museen. Seit Jahrzehnten definieren Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln als vier Säulen die Museumstätigkeit. Die Forschung an den Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bedient sich vielfältiger wissenschaftlicher Me-
thoden und Ansätze und umfasst nicht nur geisteswissenschaftliche Fächer wie Kunstgeschichte, Geschichte oder Ethnologie, sondern auch naturwissenschaftliche Disziplinen. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungsinstituten und Museen im In- und Ausland für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden unverzichtbar. Besonders eng sind die SKD über den Verbund DRESDEN concept e.V., der die Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Dresden und außeruniversitären Forschungseinrichtungen strukturiert und fördert, in die Dresdner Wissenschaftslandschaft eingebunden. Wissenschaftlich zu arbeiten, heißt für die SKD, interdisziplinär zu forschen: So sind Museen nicht nur Zentren geisteswissenschaftlicher Kompetenz, sondern auch Foren des Austausches zwischen Geistes- und Naturwissenschaften. Damit spielen sie als Forschungs- und Bildungseinrichtungen eine entscheidende Rolle in der Diskussion über die Bedeutung und Zukunft der Wissenschaften für die Gesellschaft.

Sichtung der Bestände japanischer Fotografien in Klotzsche; von links: Mio Wakita (Expertin für Souvenirfotografie der Meiji-Zeit), Cora Würmell, Anita Wang, Agnes Matthias

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zählen seit langem zu jenen Museen, für die der internationale Wissenschaftsaustausch von großer Bedeutung ist – aktuell u.a. mit Programmen wie einem regelmäßigen Wissenschaftleraustausch mit dem Victoria & Albert Museum, London, der Dresden Summer – International Academy for the Arts, dem Museum Experts Exchange Program mit Partnern in China oder dem International Training Programm des British Museum.

Besuch der indischen Kollegen zur Restaurierung der Miniaturen; links: Petra Kuhlmann Hodick, Anupam Sah; rechts: Olaf Simon, Anne Vieth, Gilbert Lupfer

Die Vielzahl der Aktivitäten, die derzeit an die SKD angebunden oder an denen sie beteiligt sind, spiegeln die Breite und Tiefe der wissenschaftlichen Aktivitäten wider. Unsere Homepage berichtet über bereits abgeschlossene sowie laufende Forschungsprojekte. Der Überblick zu ausgewählten Forschungsprojekten informiert über Themen, zu denen gearbeitet wird. Hier finden Sie auch die Kontakte zu den Forschern bzw. Forschergruppen. Informationen über Tagungen an den SKD, die wichtigsten Termine und Hinweise zum Thema lassen sich unter Forschung aktuell abrufen. Dort finden Sie auch ein Archiv älterer Mitteilungen.

Posse-Tagung am 5. und 6.12.2013 in der Schlosskapelle © M. Rietschel, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Ein alle Museen umfassendes Forschungsgebiet an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist die Provenienzrecherche. Im Rahmen des Recherche-, Erfassungs- und Inventurprojekts Daphne erforschen Wissenschaftler die Herkunft von Objekten und bereiten ggf. ihre Restitution an die ehemaligen Eigentümer bzw. deren Erben vor. Systematisch werden die Provenienzen sämtlicher Zugänge seit 1933 untersucht - die SKD nehmen in diesem für die Museen so wichtigen Bereich eine Vorreiterrolle ein.

Martin Zavesky erlärt der MEEP-Gruppe erste Ergebnisse zur digitalen Kommunikation, © Wei Feng, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet die Entwicklung neuer Perspektiven auf die vielfältigen Sammlungen der Museen. Die beiden von der Museum & Research Foundation geförderten Forschungs- und Ausstellungsprogramme „Europa/Welt“ und „Forschungsreisen im Depot“ suchen nach neuen Lesarten und Präsentationsweisen ausgewählter Bestände und führen dabei unter Berücksichtigung der Sammlungsgeschichte aktuelle Fragestellungen des wissenschaftlichen Diskurses mit der kuratorischen Praxis im Museum zusammen.

Abnahme, Reinigung und Fotografieren der Ostasiatischen Porzellane, © Barbara Bechter, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

In ihren außereuropäischen, teilweise noch wenig bekannten Sammlungsbeständen, die sich keineswegs nur auf die völkerkundlichen Museen konzentrieren, verfügen die SKD über eine bemerkenswerte historische Tiefe. Mit dem 2014 begonnenen Forschungsprogramm Europa/Welt widmen sich die SKD diesem Bereich mit einem museumsübergreifenden, umfassenden Ansatz. Elementar für die unter einem gemeinsamen Dach zusammengefassten Projekte ist die Zusammenarbeit mit Forschern und Restauratoren aus aller Welt, insbesondere aus den Herkunftsländern der Objekte. Auch die Forschungsreisen im Depot, konzipiert von dem Philosophen und Kurator Wolfgang Scheppe, bringen verschiedene Sammlungen der SKD zusammen und erproben neue Formate des Ausstellens. Die Projekte eröffnen eine museologische, kulturwissenschaftliche und kunstgeschichtliche Perspektive, die dem Umgang mit außereuropäischen Beständen neue Perspektiven eröffnen kann.

Das Team Forschung und wissenschaftliche Kooperation steht Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.