Die Leidenschaft des sächsischen Hofes für die Prunkmöbel des Pariser Ébénisten Jean-Pierre Latz
Projektträger:
Kunstgewerbemuseum
Kurzbeschreibung:
Das Kunstgewerbemuseum verfügt über einen der größten zusammenhängenden Sammlungsbestände an Prunkuhren und Möbel des Pariser Ebenisten Jean-Pierre Latz (1691-1754), die aus dem Umkreis des sächsischen Hofes stammen. Latz, der zwar über den Status „Maître Ebéniste Privilégié du Roy suivant la cour“ verfügte, jedoch wohl nie direkt für den Hof in Versailles gearbeitet hat, belieferte vor allem Höfe außerhalb Frankreichs: neben dem sächsisch-polnischen Kurfürst König Friedrich August II. und seinem Premierminister Heinrich Graf von Brühl zählten Friedrich II. von Preußen und Marie Louise Élisabeth de Bourbon Herzogin von Parma zu seinem Kundenkreis. Erstmals soll nun der Bestand an französischen Möbeln des Kunstgewerbemuseums aus dem Zeitraum 1730-1755 intensiv wissenschaftlich bearbeitet werden. Dazu ist der Vergleich mit gemarkten und somit Latz sicher zugeschriebenen Stücken anderer Sammlungen notwendig. Es soll außerdem untersucht werden, woher die Begeisterung des sächsischen Hofes für die Arbeiten des Jean-Pierre Latz herrührte und in welchem Zusammenhang sie mit der Vorliebe Friedrich II. von Preußen stand, in dessen Sammlung es einige sehr ähnliche, nur in Details abweichende Stücke gegeben hat.
Angestrebte Ergebnisse und Ziele:
Umfassende Wissenschaftliche Bearbeitung
und Publikation des Bestandes an Möbeln des Jean-Pierre Latz
im Bestand des Kunstgewerbemuseums
Ausstellung zum Oeuvre des Jean-Pierre Latz
Laufzeit:
2011-
Finanzierung:
Haushaltsmittel
Projektverantwortlicher:
Dr. Peter Plaßmeyer
Projektmitarbeiter:
Christiane Ernek M.A.
Kontakt:
Christiane.Ernek@skd.museum