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SKD-Newsletter August/September 2012

Liebe Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden,

ein Sommer im Museum: mit der schönsten Frau der Welt - der Sixtinischen Madonna -, mit zeitgenössischer Kunst von Gert & Uwe Tobias im Kupferstich-Kabinett und von Alke Reeh im Kunstgewerbemuseum und mit Aboriginal Art aus Balgo Hills, Australien. 

Ende September eröffnen wir die große Herbstausstellung: Im Netzwerk der Moderne. Kirchner, Braque, Kandinsky, Klee ... Richter, Bacon, Altenbourg und ihr Kritiker Will Grohmann. Sie ist einem der einflussreichsten deutschen Kunstkritiker des 20. Jahrhunderts gewidmet, Will Grohmann (1887–1968). Als Auftakt dieser Ausstellung zeigt das Josef-Hegenbarth-Archiv ab dem 8. September die Schau „Mit allen Sinnen beteiligt“ - Wols druckgrafisches Werk – von Will Grohmann gesehen. Sie präsentiert eine Auswahl der druckgrafischen Werke des Fotografen, Malers und Grafikers Wols (1913-1951) aus den Beständen des Kupferstich-Kabinetts. Grohmann legte bereits 1959  „Das graphische Werk von Wols“ vor und ermöglichte somit den breiten Zugang zu einem bis dahin unbekannten Teil des Œuvres.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis für Liebhaber von Schatzkammerstücken. Die Ausstellung Herzog Anton Ulrich zu Gast in Dresden. Schatzkammerstücke des Herzog Anton Ulrich-Museums Braunschweig wurde verlängert und ist nun bis zum 7. Oktober im Residenzschloss zu sehen.

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Die Sixtinische Madonna. Raffaels Kultbild wird 500

Die große Jubiläumsausstellung noch bis zum 26. August in der Gemäldegalerie Alte Meister

Raffael, der Malerfürst der Renaissance, erhielt 1512 in Rom den Auftrag zur Sixtinischen Madonna. Dieses Gemälde gehört heute zu den berühmtesten Kunstwerken der Welt - und wer nicht das ganze Werk kennt, erkennt zumindest die beiden Engelchen, die so sympathisch am unteren Bildrand lümmeln.

Die große Jubiläumsausstellung feiert die Entstehung dieses Meisterwerks und verfolgt seine Geschichte bis in die Gegenwart. 500 Jahre Sixtinische Madonna bedeuten spannende Geschichten, geprägt von geheimen Verhandlungen und glanzvoller Präsentation, Vergessenheit und internationalem Ruhm, künstlerischen Entdeckungen und abgründigem Kitsch. In vier Sektionen beleuchtet die Ausstellung sowohl den kunst- und kulturhistorischen Kontext als auch die Rezeptionsgeschichte des Meisterwerkes.

Erstmals wird die "Sixtinische Madonna" in der Ausstellung mit einem neuen Rahmen präsentiert. Der bisherige Neorenaissancerahmen, der das Bild seit 1956 umgab, wird ersetzt durch einen materialtechnich kopierten oberitalienischen Tabernakelrahmen.

Die große Jubiläumsausstellung wird im Erdgeschoss der Gemäldegalerie Alte Meister gezeigt. Dafür verließ die "Sixtinische Madonna" seit 20 Jahren erstmals ihren angestammten Platz. Die dort entstandene Leerstelle füllt ein Kunstwerk der Fotografin Katharina Gaenssler. Über mehrere Tage hinweg lichtete die Künstlerin die Sichtachse durch die Hauptsäle auf die Sixtinische Madonna in tausenden von Detailfotografien ab, um sie anschließend in einer übergroßen digitalen Collage erneut zusammenzusetzen. Diese bildete die Vorlage für einen wandfüllenden Gobelin, der die Abwesenheit des Originals zum Thema erhebt und damit einen neuen Blick auf ein Meisterwerk der Kunstgeschichte erlaubt.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung lockt auch im August mit einer Vielzahl von Veranstaltungen. Eine Übersicht finden Sie hier.
Alles Wissenswerte zur Jubiläumsausstellung lesen Sie unter www.skd.museum/sixtina.

Die Sixtinische Madonna. Raffaels Kultbild wird 500 ist noch bis zum 26. August 2012 täglich von 10 bis 18 Uhr, Do und Sa bis 21 Uhr in der Gemäldegalerie Alte Meister zu sehen.

 

Gert & Uwe Tobias. Dresdener Paraphrasen

Gegenwartskunst im Residenzschloss

Für diese Ausstellung stellten sich die Künstlerbrüder Gert und Uwe Tobias (*1973) erstmals einer besonderen Herausforderung: Sie wählten aus dem umfangreichen Bestand des Kupferstich-Kabinetts grafische Meisterwerke vergangener Jahrhunderte aus, die sie zeitgemäß interpretierten und aktualisierten. Gert und Uwe Tobias haben für diesen künstlerischen Dialog, der den Reiz der sogenannten "Dresdener Paraphrasen" ausmacht, mehr als 40 Werke der zeitgenössischen Grafik geschaffen.

Der so entstehende Dialog zwischen historisch nobilitierten Meisterwerken und einer aktuellen Position der zeitgenössischen Kunst schärft den Blick für Details und ermöglicht eine neue und überraschende Betrachtung des Bekannten wie auch der jungen Grafiken und Schreibmaschinenzeichnungen.

Die Ausstellung Gert & Uwe Tobias. Dresdener Paraphrasen ist bis zum 17. September täglich von 10 bis 18 Uhr - außer dienstags - im Kupferstich-Kabinett, Residenzschloss zu sehen.

 

déjà vu – Wege einer Form

Arbeiten der Düsseldorfer Künstlerin Alke Reeh im Kunstgewerbemuseum

In acht Räumen des Kunstgewerbemuseums (Bergpalais, Schloss Pillnitz) präsentiert die Düsseldorfer Künstlerin Alke Reeh ihre Arbeiten, die gleichermaßen durch konzeptionelle Strenge und große sinnliche Kraft gekennzeichnet sind.
In ihrem Mittelpunkt stehen elementare Grundformen, die aus gewohnten Zusammenhängen isoliert und in neue, überraschende Kontexte gestellt werden. Ein gedrehtes Gefäß mit feiner Profilierung erscheint unversehens als Rock einer grazilen Frauengestalt, das Gewölbe einer weiten osmanischen Kuppel als Boden einer gewöhnlichen Tasse. Dieser Kunstgriff führt beim Betrachter zu einer Art „Déjà-vu“-Effekt, der das Gefühl des Wiedererkennens von Vertrautem ebenso beinhaltet wie die Irritation eingefahrener Sehgewohnheiten. Im Ergebnis steht eine wohltuende Erneuerung und Schärfung des Blicks.

Am Samstag, dem 15. September können Sie gemeinsam mit Alke Reeh die Ausstellung besuchen. Das Kunstgespräch beginnt um 15 Uhr.

Die Schau déjà vu – Wege einer Form wird noch bis zum 31. Oktober täglich außer montags von 10 - 18 Uhr im Kunstgewerbemuseum, Schloss Pillnitz (Bergpalais) gezeigt.

 

PRO COMMUNITY - WARLAYIRITY ARTISTS

Aboriginal Art aus Balgo Hills im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Bereits zum dritten Mal ist die Galerie ARTKELCH mit ihrer Wanderausstellung PRO COMMUNITY zu Gast im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. In diesem Jahr ist die Schau einer alteingesessenen Künstlerkooperation Australiens, Balgo Hills gewidmet. Auf 170 Quadratmetern werden 30 Arbeiten der Warlayirti Artists aus Baglo Hills gezeigt, die seit Ende der 1980er Jahre die internationale Kunstwelt in ihren Bann ziehen. Neben Papunya Tula Artists und Warlukurlangu Artists sind sie das dritte große Kunstzentrum der Central und Western Deserts Australiens.

Werke aus Balgo Hills haben ihren ganz eigenen Charakter, der insbesondere durch die leuchtende Farbgebung in Gelb-, Orange- und Rottönen geprägt ist. Schon sehr früh traten hier Künstlerpersönlichkeiten mit ganz eigenem Duktus hervor. Während manche der gezeigten Künstler ihr Land bis heute unter Verwendung traditioneller Ikonographie in klassischer Tupftechnik malen, stellen andere Geschichten aus der Traumzeit in deutlich abstrakter Art und Weise dar. Neben Künstlern, die noch in hohem Alter mit Qualität und Innovationskraft überzeugen, soll mit Pro Community 2012 auch die neue Künstlergeneration von Balgo Hills vorgestellt werden. Es werden Werke der folgenden Künstler ausgestellt: Eubena Nampitjin, Elizabeth Nyumi Nungurrayi, Sarah Daniels Napanangka, Helocopter Tjungurrayi, Kathleen Paddoon Napanangka, Christine Yukenbarri Nakamara, Pauline Sunfly Nangala, Theresa Nowee Napaltjarri, Geraldine Nowee Napaltjarri, Miriam Baadjo Nangala, Imelda Yukenbarri Nakamarra, Nora Wompi Nungurrayi, Eva Nagomara Napurrula und Brian Mudgedell Tjakamara.

Die Präsentation PRO COMMUNITY - WARLAYIRITY ARTISTS. Aboriginal Art aus Balgo Hills ist bis zum 26. August täglich außer montags von 10 - 18 Uhr im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig zu sehen.

Die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft der australischen Botschaft in Deutschland steht, wird im Anschluss in der Fabrik der Künste, Hamburg und danach in der Galerie Gunzoburg in Überlingen, Bodensee, gezeigt.

 

Im Netzwerk der Moderne. Kirchner, Braque, Kandinsky, Klee ... Richter, Bacon, Altenbourg und ihr Kritiker Will Grohmann

Unsere große Herbstausstellung!

Anlässlich des 125. Geburtstages des Dresdner Kritikers, Ausstellungskurators und begnadeten Netzwerkers führen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in der Kunsthalle im Lipsiusbau auf der Brühlschen Terrasse mehr als 220 bedeutende Kunstwerke der Moderne zusammen. Die meisten davon stammen von heute weltberühmten Künstlern, die Grohmann gefördert und deren Werke er vermittelt hat. Dabei bediente er sich eines weltweiten Netzwerkes, das er über ein halbes Jahrhundert hinweg aufgebaut hat. Grohmann prägte wie kaum ein anderer in Deutschland die Wahrnehmung der modernen Kunst im Spannungsfeld zwischen Künstlern, Galeristen, Museen, Medien und Öffentlichkeit.

In jahrelanger, umfassender Forschung konnte die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Konstanze Rudert, ca. 80.000 Dokumente aus dem Nachlass des Kritikers, der in der Staatsgalerie Stuttgart aufbewahrt wird, auswerten, darunter Briefwechsel mit mehr als 2.500 Korrespondenzpartnern. Diese offenbaren das einzigartige Netzwerk, die enorme Produktivität als Autor und das herausragende künstlerische Urteilsvermögen Grohmanns. So entsteht eine große, höchst vielfältige Kunstausstellung der Moderne, die über die Biographie Will Gohmanns die Wirkungsmöglichkeiten der Kunstkritik im 20. Jahrhundert exemplarisch vor Augen führt. Das umfangreiche Rahmenprogramm mit Lesungen, Konzerten, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen und Vorträgen wird die Themen der Ausstellung vertiefen.

In Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin findet zudem vom 3.-5. Dezember 2012 in Dresden und Berlin ein internationales Kolloquium unter dem Titel „Der Kritiker ist für die Kunst“ statt, das sich u.a. mit der Funktion von Kunstkritik damals und heute beschäftigen wird. Grohmanns Wirken als Vermittler und Kurator – er war unter anderem Mitinitiator/Organisator der documenta I, II und III sowie der Biennalen von Venedig, São Paulo und Paris – wird im Rahmen der Ausstellung über verschiedene Medienanwendungen visualisiert werden, die gemeinsam mit Studenten der Technischen Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden entwickelt wurden. Die legendäre „Allgemeine Deutsche Kunstausstellung Dresden 1946“, deren „spiritus rector“ Will Grohmann war, wird als virtuell begehbare 3-D-Animation rekonstruiert.

Die Ausstellung Im Netzwerk der Moderne. Kirchner, Braque, Kandinsky, Klee ... Richter, Bacon, Altenbourg und ihr Kritiker Will Grohmann ist ab dem 27. September täglich von 10 - 18 Uhr, außer montags in der Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse zu sehen.

 

Unser Veranstaltungsprogramm

Wir schicken es Ihnen zu!

Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Newsletter-Leser,

im zweimonatlichen Rhythmus erscheint unser Veranstaltungsprogramm, das als handliches Booklet herausgegeben wird. Dort können Sie alle Veranstaltungen der SKD in Dresden, Leipzig und Herrnhut nachlesen. Sollte sich einmal etwas ändern, finden Sie die jeweiligen Veranstaltungen aktualisiert auf unserer Internetseite im Kalender www.skd.museum.

Wenn Sie unser Veranstaltungsprogramm per Post oder per E-Mail erhalten möchten, dann schreiben Sie uns an presse@skd.museum.

 
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